Max Weinberg משה וינברג

* 19. Januar 1928 in Kassel  † 18. April 2018 in Frankfurt am Main

exhibition

Aktuelle Ausstellung:

Chaos And Discipline

30. Mai bis 12. Juli 2020
Die Ausstellung ist Mittwochs und Donnerstags von 15:30 bis 19:00 Uhr geöffnet.

Weitere Termine nach Vereinbarung.

Wegen der Corona bedingten Zugangsbeschränkung empfehlen wir eine vorherige Terminvereinbarung unter 01783457067 oder über das Kontaktformular weiter unten, um Wartezeiten zu vermeiden.

Herzlichen Dank an die zahlreichen Besucher der neuen Ausstellung trotz Corona-Krise.

Dank Eurer Unterstützung können wir die Erinnerung an Max aufrecht erhalten.

Nächstes Ziel: die Schirn!

Wichtiger Hinweis: Aufgrund der amtlich angeordneten Vorsichtsmaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie dürfen maximal zwei Personen gleichzeitig die Galerie besuchen und müssen einen Mundschutz tragen.

GALERIE MAX WEINBERG
Alt Rödelheim 3
Frankfurt am Main

Jonatan Weinberg über seinen Vater Max

Mein Vater Max Weinberg, auch Moshe genannt, wurde am 19. Januar 1928 in Kassel als Sohn deutsch-polnischer Eltern jüdischen Glaubens geboren. 

Vater Abraham Weinberg stammte aus Lodz und war 1922 mit seiner Ehefrau Nechi geboren Krug und ihrem ersten Kind aus beruflichen Gründen nach Kassel gezogen. Max hatte insgesamt drei Schwestern und drei Brüder, darunter den mit schwerer Behinderung geborenen Arno. Ohne den in einem Pflegeheim untergebrachten Arno floh die Familie, getrennt in zwei Gruppen vor den Nationalsozialisten. Im Sommer und Frühherbst 1933 zunächst nach Belgien und wanderte 1935 nach Israel aus, wo die Familie in Tel Aviv lebte. Nach der Flucht der Familie wurde Arno in der Tötungsanstalt Hadamar ermordet. 

Mein Vater malte von klein an und verkaufte schon im Alter von 13 Jahren erste Bilder am Strand von Tel Aviv. Zunächst studierte Max an einer religiös orientierten Kunstschule, bis er 1948 als Soldat in die Streitkräfte des neugegründeten Israel Eingezogen wurde. Mir hat er immer erzählt, dass sowohl die religiöse Schule also auch die Armee eine wichtige Erfahrung für ihn waren. Deshalb war er zeitlebens Israel verbunden und auch traditionell religiös; alle Feiertage waren für ihn wichtig, auch wenn er nicht Shomer Shabbat (orthodox) war. Er wollte auch immer ein jüdisches Begräbnis haben. Er war in diesen Bereichen konventioneller als der Anschein. 

Max Weinberg Tel Aviv


Mit 23 Jahren schloss er einen Exklusivvertrag mit einem Galeristen, der ihm sämtliche Gemälde abkaufte. Mit dem Erlös finanzierte er sein Studium an der Staatlichen Akademie für Kultur und Künste in Tel Aviv bei den Professoren Mokady, Stimatzki und Streichmann von 1954 bis 1959. Im Alter von 31 Jahren ging Max mit seinem Bruder Bernahrd nach Frankfurt am Main, wo er sich bei Walter Hergenhan an der Städel-Abendschule in Zeichnen fortbildete. 20 Jahre lang erhielt Max finanzielle Unterstützung durch seinen Bruder, was ihm erlaubte, sich ohne zusätzliche Erwerbstätigkeit ganz der Kunst zu widmen.

Neben seinem ersten Lebensmittelpunkt im Rödelheim nutzet er zum Leben und Arbeiten über zwanzig Jahre lang ein Städtisches Atelier im Osten der Frankfurter Innenstadt, wo er auch Schulklassen und ausländische Reisegruppen empfing.

Max Weinberg

Er malte aus Berufung bis zu seinem letzen Moment und hatte unzählige Ausstellungen im In- und Ausland. Mein Vater lebte für die Kunst. 
Sein Atelier stand immer für alle Menschen offen und war ein Mittel zur Kommunikation und Versöhnung zwischen alle Menschen.  

Jonatan Weinberg April 2019

Dokumentarische Filme

Es brennt einfach – zu Besuch bei Max Weinberg

Kurzdoku über den Frankfurter Künstler Max Weinberg.
Ein Film von Jannis Pohl und Loretta Schatz.

Max Weinberg – Interview at Atelier Max Weinberg